(Rezension) Starfall. So nah wie die Unendlichkeit

 

Klappentext:

**Zwischen uns nur die Sterne**
Die 17-jährige Melody lebt mit ihrer Familie innerhalb einer Militärbasis von Washington D.C. und führt ein abgesichertes, geschütztes Leben, als das Undenkbare passiert: Ein UFO stürzt aus dem Himmel und legt mitten in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten eine Bruchlandung hin. Während wie von Geisterhand alle Glasscheiben zu Bruch gehen, der Strom schlagartig ausfällt und in den Straßen das Chaos ausbricht, geht plötzlich alles rasend schnell. Melodys Bruder wird schwerverletzt wegtransportiert und ihre Mutter übernimmt als Ärztin des Militärkrankenhauses die Behandlung der außerirdischen Neuankömmlinge. Und dann soll auch noch ausgerechnet Melodys Familie am Projekt ›Ohana‹ teilnehmen und einen vollkommen traumatisierten Jungen aus dem All aufnehmen…

»Starfall. So nah wie die Unendlichkeit« ist ein in sich abgeschlossener Einzelband.

 

  • Dateigröße: 2275.0 KB
  • ASIN: B076624QXP
  • Verlag: Impress (7. Dezember 2017)
  • Amazon
  • Verlag

 

 

 

 

 

Wenn ein neues Buch von Jennifer Wolf angekündigt wird, bin ich ja eh schon total hibbelig. Denn wie ihr hier wisst, bin ich schon ein großer Fan ihrer Bücher. Dann sah ich dieses absolut zauberhafte Cover und war schon hin und weg. Der Klappentext sprach mich an, aber da ich nur verhalten ein Fan von Geschichten über Außerirdische bin, ging ich mit Vorsicht an die Geschichte heran. Doch nun bin ich einfach nur froh mich wieder mal auf die Autorin verlassen zu haben und mich diesem besonderen Abenteuer gestellt zu haben…

Für Melody ist es ein ganz normaler Tag. Kein Lüftchen weht und die Sonne scheint, als um halb 10 Uhr morgens ein UFO in einem Park mitten in Washington D.C. abstürzt und sich alles, was vorher bekannt war, von einen auf den anderen Tag ändert. Melody ‚ s Mum ist Ärztin in dem Krankenhaus, in dem die Aliens aufgenommen werden und so führt natürlich eins zum anderen, als das Projekt ins Leben gerufen wird, ein Wesen aus dem Weltall in einer Familie unterzubringen. 

Anfangs geht es Melody wie es wahrscheinlich vielen gehen würde. Sie hat Angst vor dem Fremden und ihr Argwohn schafft es sogar fast, sie falsche Entscheidungen treffen zu lassen. Man kann mit ihr Schritt für Schritt nach empfinden, wie sie beginnt ihr Herz zu öffnen und darüber nachzudenken, was die Wahrheit ist und was eingebildete Vorurteile sind. Ich bin sehr beeindruckt davon, wie Jennifer Wolf es geschafft hat Melody und auch ihr Umfeld so echt, ja einfach unglaublich authentisch wirken zu lassen. Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Im Gegenteil. Die Fakten werden hart und ehrlich auf den Tisch gepackt. Die Autorin bringt mich zum Nachdenken und hält uns einen Spiegel vor, der zeigt dass wir diejenigen sind, die Dinge nur verändern können, wenn wir die Augen aufmachen, die Herzen öffnen und ein klein wenig auf unser Gegenüber eingehen. Melody wurde überrascht und ich denke, dass könnte uns heutzutage manchmal genauso gehen. 

Neven ist ganz anders als ich erwartet habe und auch das hat mich aus dem Konzept gebracht. Denn da kommt kein heißer, sexy Alien daher, der die Frauenwelt aus den Socken haut. Oh nein. Neven ist unterernährt und besitzt unzählige Verletzungen. Und das nicht nur äußerlich. Was ihm passiert ist, möchte ich nicht verraten. Nur so viel dazu. Seine besonders ruhige Ausstrahlung, sein sensibles Empfinden gegenüber anderen und sein intensiver Blick gingen mir von der ersten Sekunde unter die Haut. Ich fand ihn interessant, befremdlich und später auch unglaublich liebenswert.

Ob es außerirdisches Leben gibt? Keine Ahnung! Aber warum sollten wir alleine sein? Ich finde Jennifer Wolf hat mit „Starfall. So nah wie die Unendlichkeit“ ein greifbares, beängstigendes und gleichzeitig sehr sympathisches Werk erschaffen, in dem die Freundschaft, ein Hauch Liebe und vor allem der frisch-freche Stil der Autorin nicht zu kurz kommen. Ein Abenteuer, dass ich in ein paar Stunden durch gelesen hatte, weil es mich so gefesselt hat.

Es wurden ein paar heftig spannungsgeladene Momente eingebaut, bei denen ich so richtig mit gefiebert habe und ja… auch die Tränen sind geflossen. Aus Traurigkeit und natürlich auch vor lauter Rührung.

„Starfall. So nah wie die Unendlichkeit“ ist aus der Sicht von Melody erzählt, was hier sicherlich die logische Variante ist. Ich muss sagen, dass einzige kleine Manko war, dass ich mir echt mal gewünscht hätte, zu erfahren was in Neven’s Kopf so herum ging – vor allem im letzten Drittel.
Ansonsten ist das Buch einfach nur der Wahnsinn. Mein Herz wurde vereinnahmt und berührt. Lest es, Jennifer Wolf – Fans werden begeistert sein!

Vielen Dank für das bereitgestellte Ebook Rezensionsexemplar.

Ich gebe 5 von 5 Sternen.

🌟🌟🌟🌟🌟




Jennifer Wolf

 

Jennifer Wolf

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Neben dem Lesen liebt sie es Musik zu hören, ganz besonders Musicals, und bezeichnet sich selbst als Zockerweibchen. Ob nun als Heilerin in Azeroth oder als Meg Thomas gejagt von der Entität, Games sind ihr zweites Zuhause.

© Marcus Lieske

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4 Gedanken zu “(Rezension) Starfall. So nah wie die Unendlichkeit

  1. Liebe Pinky,

    ich kenne von Jennifer Wolf bisher nur die Jahreszeiten-Reihe und die liebe ich total!
    Klingt aber, als sollte ich mir dieses Buch hier auch mal genauer ansehen. Danke für die tolle Rezi!

    Liebst,
    Brain ❤

    Gefällt 1 Person

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