(Rezension) Aufbruch nach Sempera

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  • Dateigröße: 4367 KB
  • ASIN: B073QTPG4G
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 334 Seiten
  • ISBN-10: 3946843190
  • ISBN-13: 978-3946843191
  • Verlag: Tagträumer Verlag; Auflage: 1 (14. Juli 2017)

 

Die sechzehnjährige Daisy Demerath ist nicht wie andere Mädchen in ihrem Alter.
Während ihre früheren Klassenkameradinnen Listen schreiben,
mit welchen Stars sie ins Bett gehen würden, führt sie eine Liste mit ihren persönlichen Worst-Case-Szenarien.
Seit drei Jahren hat sie nicht mehr das Haus verlassen. Eines Abends jedoch muss sie vor die Tür treten,
um den Müll nach draußen zu bringen, und gerät prompt in Schwierigkeiten. Wenn sie gewusst hätte, welches Abenteuer auf sie wartet,
wäre sie vermutlich drinnen geblieben – und wäre nie in eine Parallelwelt hineingeraten, in der Gestaltwandler ihr Unwesen treiben.

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Verlag

 

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Eine 16 – Jährige mit Panikattacken. Ein paar lustige Lasin und ein großes Abenteuer in einer anderen Welt…

Als Daisy nach langer Zeit mal wieder den Müll zur Tür raus bringt, passiert ihr prompt das, was man für gewöhnlich als Katastrophe bezeichnen würde. Dass sie aber damit eine Reise antritt, die ihr Leben, ja ihre ganze Existenz verändern soll, ahnte sie da noch nicht. Der brummige Kater Kasimir ist auch nicht gerade erpicht darauf mit Daisy durch ein Tor nach Sempera zu fallen…

Eigentlich ist die Protagonistin in ihrem Herzen eine mutige Person. Doch ihre Angst macht sie starr und unsicher. Was ich aber wirklich nicht nachvollziehen kann ist, dass die Panikattacken erst so brachial schwer beschrieben werden, dass sie 3 ganze Jahre das Haus nicht verlassen konnte, und das es dann plötzlich nur noch ab und zu ein Kribbeln und vielleicht mal eine Mini – Attacke gibt. Versteht mich nicht falsch, ich verstehe später auch warum, aber es kommt so plötzlich, so abrupt, dass mich das echt gestört hat. Ich fand sie in der Hinsicht nicht authentisch. Sympathisch fand ich ihre aufopferungsvolle und liebevolle Denkweise. Sie machte kleine Entwicklungsschritte und konnte so ihrer Rolle gerecht werden.

Der männliche Gegenpart, den ich nicht weiter charakterisieren möchte um euch nicht zu spoilern, war sympathisch und geheimnisvoll. Bei ihm fehlten mir die Details. Im Charakter, seiner Mimik, seinen Gefühlen. Einfach leider in seiner ganzen Art. Er war mir nicht präsent genug und wirkte etwas blass.

Ich hatte wirklich Probleme mit den Charakteren und genau das hat mich so traurig gemacht, da die Geschichte an und für sich fantastisch ist! Für die gewichtige Rolle, die ein Nebencharakter in der Story spielen muss, ist er mir zu blass. Er fällt fast nicht auf, was vielleicht auch gewollt ist, aber die Emotionen am Ende hätten mich noch mehr mitgerissen, wenn ich mehr Herz in diese Person hätte stecken können. Auch Kinder reagieren so untypisch. Wenn etwas Schlimmes passiert, muss darauf doch eine Reaktion kommen, und es tut mir leid, aber Liebe entwickelt sich doch. Durch Gesten, Momente und auch in dem der Autor die Verbindung aufbaut. So ein Band ist nicht einfach da und ich konnte es nicht nach empfinden. Aber so manches wurde nur angerissen und nicht vertieft.

Ich wartete, doch als nichts weiter kam, nickte ich und tat so, als wüsste ich, wie sein Süden aussah.

Über diesen Gedanken stolperte ich. Sein Süden war ja praktisch auch mein Süden, weil es mein Traum war. Ich witterte eine Chance, noch mehr über Sempera zu erfahren. Bisher war ich nicht aus dem Koma erwacht. Vielleicht musste ich selbst erst einmal verstehen, warum ich mir das alles vorstellte. Niemand wusste doch, wie das Unterbewusstsein funktionierte, oder?

„Aufbruch nach Sempera“ wurde aus der Sicht von Daisy geschrieben und ist der Auftakt einer Reihe von Tatjana Zanot. Ihre Schreibweise ist flüssig und locker. Die Beschreibungen der Welt und das Abenteuer selber haben mich total gefesselt und ich konnte es ziemlich schnell und leicht durch lesen. Die Spannungsspitzen waren mal größer mal kleiner und gegen Ende richtig nervenaufreibend. Leider fand ich die Zusammenfassung und irgendwie auch nur grobe Erzählung über den großen finalen Kampf sehr enttäuschend.

Es kam mir vor als wollte die Autorin schnell zum Ende kommen. Ich hätte mir hier mehr Action, einfach „mehr“ gewünscht. Selbst die Reise einiger Wochen war nur grob umrissen. Man konnte nicht sehen, wie Daisy sich in ihre neue Rolle einfindet und es ging alles so glatt und schnell vorbei.

Emotional war da schon etwas mehr geboten. Die zarte Liebesgeschichte war ganz süss. Die traurigen Momente haben sich in mein Herz gegraben und dieser unvorhergesehene Einbruch hat mich auch eine Träne verdrücken lassen. Ganz groß geschrieben sind die freundschaftlichen Bände im Buch von Tatjana Zanot. Sie fühlen sich eher so intensiv an, wie eine Familie und das fand ich wirklich wunderschön.

Ich finde die Handlung sehr mitreißend und die Entwicklung macht Lust auf mehr. Das Buch hätte, meiner Meinung nach, noch Potential nach oben und ich würde mir wirklich mehr Tiefe etwas ausgefeiltere Wesenszüge in den Charakteren wünschen.

Das neue Cover finde ich Hammer! Die kräftigen Farben, die Andeutungen auf die Geschichte. Einfach genial.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

🌟🌟🌟🌠

 

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Tatjana Zanot

Tatjana ist 24 Jahre alt und lebt in Hannover.
Neben dem Schreiben vertreibt sie sich ihre Freizeit gern mit ihren Freunden
und (ein bisschen zu exzessiv) mit Serien-gucken.
Ihr Fantasydebüt „Aufbruch nach Sempera“ erschien bereits als Selfpublisher-Werk,
bis es nun im Tagträumer Verlag ein neues Zuhause fand. (Quelle & copy Tagträumer Verlag/Tatjana Zanot)

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