(Rezension) Secrets: Das Geheimnis der Feentochter (Band 1)

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  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: Drachenmond-Verlag (Nova MD) (23. Mai 2017)
  • ISBN-10: 3959912048
  • ISBN-13: 978-3959912044

Als Nessyas Freundin von einem grausamen Feenprinz in sein Reich entführt wird, kann ihr nur der Heeresführer der Seelenfresser helfen. Doch sein Preis ist hoch.
Als Magielose war Nessya im Síd den Feenhügeln eine Schande für ihre Mutter und floh deshalb in die Welt der Menschen, nach Dublin. Um Emma zu retten, muss sie Jahre später dorthin zurückkehren, wo ihre Flucht einst begann, und sich auf einen Pakt mit dem gefährlichsten aller Fay einlassen …

Band 1 der magischen Geschichte um die Welt unter dem Feenhügel.

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Verlag

 

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Ihr sucht nach einem Buch mit zauberhaften Feengeschöpfen und blumigen, bunten Welten? Dann seit ihr hier falsch… Zum Glück!!! 

„Guten Abend, Gefäß“, grüßte der Seelenfänger und lächelte. „Ich hätte gerne einen überteuerten Vanilla Latte to go mit entkoffeiniertem Kaffee und fettreduzierter Sojamilch. Und deine Entscheidung.“

Nessya, von ihren Freunden nur Nessi genannt, wollte mal ein paar Tage Urlaub erleben und den Hauch der Magie ihrer Heimat spüren. Dass das eine ziemlich unvorteilhafte Idee für eine Geflohene ist, stellt sie spätestens dann fest, als die Kreatur der Nacht seine Krallen in ihren Rücken gebohrt hatte und der Fürst der Dunkelheit mit unverkennbarer Wut über ihr aufragt.

Ihrer Angst zum Trotz versucht sie aber nicht aufzugeben und feilscht mit dem Heerführer der Wilden Jagd. Um ihr Leben, ihre Zukunft, ihren Körper… Doch besitzt das Monster des Síd überhaupt sowas wie ein Herz oder befindet sich an dessen Stelle nur ein schwarzes Loch der Grausamkeit?

Anfangs, habe ich mich gefragt, wie eine so vorsichtige und ruhige Person in den verstrickten Machenschaften der Fay überleben konnte. Doch alle Achtung. Ich habe Nessya unterschätzt! Von Kapitel zu Kapitel, von Kampf zu Kampf, empfand ich stetig wachsende Bewunderung für die junge Frau. Sie ist loyal, gewitzt und scharfsinnig, besitzt ein feines Gespür und eine lockere, freche Zunge. Nessya gibt nicht klein bei und kämpft für ihre Ansichten. Dabei lernst sie sogar noch, dass der Schein oft trügt und man manchmal dem Unmöglichen sein Vertrauen schenken sollte.

Cathal ist ja mal alles andere, als das, was ich erwartet habe. Und ich bin nach dem Ende schier ausgeflippt. Ich mag natürlich auch die Bücher mit den allseits bekannten Helden und Rettern, aber der Sluagh-Fürst hat mir mal richtig den Boden weg gezogen. Er ist brutal und rau. Er ist richtig heiß und skrupellos. Seine Aura greift, durch die Seiten, nach eurer Seele und treibt euch die Gänsehaut auf euren Körper. Kalte und heiße Schauer, wenn er die Bildfläche betritt, werden zur normalen Reaktion, und seine erotische Ausstrahlung lässt euch die Luft anhalten. Ihr könnt ihn nicht einschätzen oder seine Reaktionen vorhersehen. Ihr werdet Angst vor ihm haben. Aber zum Schluss wird er euer Herz erobern, euren Körper in Brand setzen und eure Emotionen überwältigen. Ich vergöttere diesen Protagonisten.

Das Setting der Fay-Welt von Maria M. Lacroix ist düster und heroisch beschrieben. Genauso atemberaubend sind die Nebencharaktere. Die Autorin hat fein ausgearbeitete und starke Persönlichkeiten erschaffen, genau wie die Welt, in der sich die Geschichte abspielt. Von der süssen Freundin Emma bis hin zum bösartigen Unseelie-Prinzen – jeder hat einen wichtigen Part und trägt fantastisch zur Story bei.

Erzählt wurde „Secrets: Das Geheimnis der Feentochter (Band 1)“ aus der Erzählersicht. Normalerweise tue ich persönlich, mich schwer mit dieser Art der Erzählung. Nicht so bei diesem fantastischen und lebhaftem Werk. Die Handlung ist erfrischend, eben weil es mal nicht alles so typisch zauberhaft kitschig wirkt. Eher rau und düster, mit sarkastischen Dialogen, temperamentvollen und hitzigen Auseinandersetzungen. Ich habe so oft lauthals lachen müssen, da die Reaktionen der Protagonisten in manchen Gesprächen wirklich unfassbar ironisch und somit sehr lustig waren. Es gibt nicht diesen typischen männlichen Charakter, der von Beginn an der Held und gefeierte Retter der weiblichen Protagonistin ist. Im Gegenteil, ich befürchtete anfangs, sie müsste sich allein da durch schlagen. Aber oh du meine Güte, Cathal ist noch viel besser!!

Zum Durchatmen kommt man echt selten. Die Spannung setzt hoch an und wird von der Autorin stetig adrenalingeladen gehalten. Die Schreibweise ist super leicht und flüssig, trotz der vielen besonderen Begriffe. Ich bin nur so durch die Geschichte geflogen. Man wird mit brutalen Kämpfen und auch etwas blutigen Momenten konfrontiert, aber immer noch in einem angenehmen Maß. Was mich dann positiv überrascht hat, war der erotische Hauch, den Maria M. Lacroix eingeflochten hat. Es passte super rein und hat dem Ganzen einfach das I-Tüpfelchen in dem Ganzen Gefühlswirrwarr aufgesetzt.

Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Es ist spannend, witzig und verdammt heiß. Das Abenteuer um das Geheimnis der Feentochter ist richtig nervenaufreibend, spritzig und allein das Cover wird mich dazu bringen, es definitiv noch als Print zu kaufen. Ich hatte andere Vorstellungen von „Secrets: Das Geheimnis der Feentochter“, aber nach dem Ende war ich einfach nur geflasht und mehr als positiv überrascht. Die Geschichte ist anders, aber dadurch noch viel besser, als ich erwartet hatte.

Vielen herzlichen Dank, dass ich es vorab schon lesen durfte. Ich kann den nächsten Teil kaum erwarten.

Ich gebe 5 von 5 Sternen und es ist ein Highlight!!!

🌟🌟🌟🌟🌟

 

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MARIA M. LACROIX

Neulich hat mich die Freundin einer Freundin gefragt – nachdem sie erfuhr, dass ich schreibe –, ob ich schon immer viel gelesen und geschrieben hätte. Geschichten, Tagebücher und so. Ich antwortete „Nö“ und wir lachten alle. Vermutlich, weil das eher untypisch für einen Autor ist.

Eigentlich habe ich früher nie gerne gelesen. Ich kann euch genau sagen, welches mein erstes Buch war, das mir die Liebe und den Zugang zu Büchern eröffnet hat – und wann das war: Edgar Allan Poes „Streitgespräch mit einer Mumie und andere Erzählungen“. Meine Schwester schenkte mir das Buch zu meinem vierzehnten Geburtstag.

Mit dem Schreiben fing ich erst ziemlich spät an, so Mitte zwanzig rum, während des Studiums. Ich bin Biologin und Anthropologin und habe bereits an forensischen und historischen Fällen gearbeitet. Die Tatortbeschreibungen in meinen Büchern, inklusive der Gerüche, haptischen Wahrnehmungen und Empfindungen, beruhen alle auf meinen persönlichen Erfahrungen.

Mein Motto? Ist doch klar: No heartbeat before coffee 😉 (copyright by Maria M. Lacroix)

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