(Rezension) In der Liebe ist die Hölle los

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  • Taschenbuch: 450 Seiten
  • Verlag: Lyx (24. April 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3736304498
  • ISBN-13: 978-3736304499
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren

Catalea Morgenstern will nur eins: ein ganz normales Leben und ihre Familie vor anderen geheimhalten. Doch als ihr Freund sie wegen ihrer Geheimniskrämerei verlässt, sieht Catalea ein, dass es so nicht mehr länger weitergehen kann. Als ihr Vater sie bittet, endlich in das Familienunternehmen einzusteigen, gibt Catalea widerwillig nach: Denn ihr Vater ist der Teufel, die Hölle seine Firma und das Geschäft mit dem Tod eine gefährliche Angelegenheit. Catalea verstrickt sich bald schon in einen Machtkampf, bei dem sie nicht nur ihr Leben, sodern auch ihr Herz aufs Spiel setzt …

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Catalea Morgenstern sieht auf den ersten Blick aus wie eine ganz normale 25-jährige junge Frau. Sie studiert, lebt mit ihrer Schwester in einer kleinen Wohnung und wurde gerade von ihrem Freund verlassen.

Aber Catalea ist definitiv nicht normal. Angefangen bei ihrem Nachnamen, dann ihr neuer Beruf, versteckt sie ihre Herkunft vor der Menschheit. Denn Catalea ist die Tochter des Teufels und jetzt ist die Zeit gekommen, ihrem Vater in „Der Firma“ zu helfen und die Seelen der Vadumanten zu holen. Einfach soll das für sie nicht sein, und es gibt auch einige, welche die Halblut – Prinzessin nicht anerkennen wollen. Es kommt, wie es kommen muss und das Teufelsmädchen befindet sich schneller auf der Flucht als sie „Hölle nochmal“ sagen könnte.

Umgeben von einem verrückten Vater, einem verdammt heißen aber arroganten Totenanwalt und dem Wunsch nach Frieden und Freiheit, versucht Catalea einen Mord zu lösen und dabei nicht ins Fadenkreuz der Häuser zu geraten.

Sie ist eine sehr sympathische, wenn auch manchmal recht tollpatschige und leicht naive junge Protagonistin. Sie kämpft sehr mit ihrer Zugehörigkeit zu den zwei Welten, möchte dabei eigentlich weniger mit der „Firma“ zu tun haben. Manchmal fand ich sie sehr anstrengend und es war schwer ihr zu folgen, aber ich konnte ihren Wunsch nach Normalität durchaus nach vollziehen.

Timur ist arrogant, überheblich, aber verdammt sexy. Seine Ausstrahlung ist so stark, dass man sie fast anfassen kann. Auch er hat seine Päckchen zu tragen, verbirgt sie aber unter einer rauen Schale. Ich finde es toll wie Benne Schröder die Wirkung seiner besonderen Augen eingesetzt hat um den Lesern eine Gänsehaut zu verpassen.

Die Schreibweise des Autors ist flüssig und locker. Durch die Auszüge aus dem  „Ratgeber für die Toten. 783. Auflage, Verlag der Finsternis“, die mit „repräsentativen Erhebungen“ einen kleinen Einblick in das gewährt, was eine Seele nach ihrem Tod in der „Firma“ zu erwarten hat, lockert er die Geschichte etwas auf, wobei ich trotzdem sagen muss, dass es mir manchmal einen Hauch zu trocken war. Sein schwarzer Humor bringt sich dafür umso besser ein und auch die erst eher plastischen Darstellungen der Charaktere, führen dazu, dass das Kopfkino erst nach und nach eintritt. Später kriegt man immer bessere Vorstellungen der Persönlichkeiten und dann fühlt sich die Geschichte auch abgerundeter an. Die Spannung, wie auch die Dramatik, steigt unaufhörlich und die knisternde Erotik lässt den Leser in eine düstere, fremde Welt eintauchen. Benne Schröder schafft es schnell zu fesseln, bildreich darzustellen und dich trotzdem zum Lachen zu bringen. Mit Gefühlen konnte er mich leider nicht immer abholen, was aber bei einem so unsentimentalen Setting nicht so schlimm ist. Das Ende hat moch total überrascht und umgehaue. Ganz große Klasse!

Das Cover finde ich sehr cool. Vor allem der Gegensatz von dem schwarz, dass so düster wirkt, zu der pinken Schrift, die einfach eher Catalea wiederspiegelt.

Vielen Dank an den Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich gebe 4 von 5 Sternen!

 

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Benne Schröder - Autor

BENNE SCHRÖDER

Benne Schröder moderiert seit 2012 bei 1LIVE, Europas einflussreichster jungen Radiomarke mit täglich über 4 Millionen Hörern. Bücher mag er am liebsten, wenn sie jemand vorliest, aber für seinen Debütroman hat er selbst zur Feder gegriffen. Der gebürtige Bochumer lebt mit Hund Matti und ohne Führerschein im Herzen von Köln.

© Marcel Repmann

 

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