(Rezension) Touch of Flames: Vom Feuer berührt

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  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1162 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 285 Seiten
  • Verlag: Forever (1. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B06ZXXTM7L

Als würde es nicht schon reichen, dass ihre Familie aus Boston in eine Geistervilla mitten im Nirgendwo zieht, weiß bald auch jeder, dass Gwens Vater als Dämonologe arbeitet. Ihr Ruf an der neuen Schule ist ruiniert. Ohne ihren einzigen Freund Harry würde sie sicher verzweifeln – und dann ist da auch noch dieser Außenseiter, der von allen „Feuerteufel“ genannt wird und der ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Sebastian ist gutaussehend und gibt sich gar nicht erst Mühe, seine dunkle Vergangenheit zu verbergen. Es scheint, als spiele Gwen sprichwörtlich mit dem Feuer…

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Gwen hat es mit ihrer Familie wirklich nicht leicht. Ihr Vater, von Beruf Dämonologe auch Geisterjäger genannt und ihre Mutter, Kinder- und Jugendpsychologin, zwingen sie ständig dazu den Wohnort zu wechseln. Jedes Mal wieder neu anfangen und Freunde finden ist für die 17-jährige wirklich nicht leicht. Im neuen Örtchen Frost wird es sogar noch schlimmer und Gwen deckt ein paar düstere Geheimnisse auf…

Die Geschichte ist aus der Sicht von Gwendolyn geschrieben. Der Charakter des jungen Mädchens ist für mich etwas schwer zu beschreiben. Auf der einen Seite wirkt sie sehr reif, wenn es um ihren Bruder geht, auf der anderen Seite hat sie mich mit ihrem „Schubladendenken“ gegenüber anderen unheimlich genervt und das wirkte eher, wie bei einer 14-jährigen. Gwen ist naiv und sprunghaft und mit ihren Entscheidungen konnte ich mich leider nicht recht identifizieren. Positiv finde ich ihre ruhige, liebevolle Art und das, wenn sie sich zu einer Entscheidung durchgerungen hat, sie es auch konsequent und mit nötigem Temperament durch zieht.

Sebastian ist mir schon ein Stück weit ans Herz gewachsen. Aber schade ist es einfach, dass er sich etwas widerspricht. Ich finde er wirkt nicht so authentisch, da seine Reaktionen nicht immer zu ihm passen. Positiv ist seine temperamentvolle Art und sein Beschützerinstinkt. Er hat ein unglaublich liebevolles Herz, wenn er will.

Die Nebencharaktere fand ich durch die Bank unsympathisch. Mir hat in dem Buch wirklich eine Freundin, oder ein ehrlicher Freund gefehlt, der den beiden mal den Rücken hätte decken können. Ihr Bruder ist ein sympathischer, wenn auch ein typischer 12 – jähriger und auch die Mutter fand ich recht cool.

Als ich den Klappentext von „Touch of Flames“ gelesen habe, erwartete ich eine lockere, leichte Jugendgeschichte mit Fantasyeinschlag und coolen Sprüchen. Doch leider bin ich enttäuscht worden. Die Schreibweise ist schon recht flüssig, aber eben nicht so wirklich locker. Manchmal fühlen die Sätze sich wie Aufzählungen aneinander gereiht an und Mariella Heyd hat es leider nicht oft geschafft, mich mit ihrem Stil zu fesseln. Humor gab es sehr wenig, aber vor allem fehlten mir total die Emotionen. Mir wurden die Gefühle einfach so garnicht übertragen. Weder ihre Wut, noch ein paar romantische Gefühle. Das Einzige was man spüren konnte war der ständige Hass in der Geschichte, was das ganze einfach sehr düster und auch etwas langwierig macht. Postitiv fand ich das Setting des Buches, die stetige Steigerung der Spannung mit passendem Finale und wie sie die leichte Fantasygeschichte mit eingewoben hat. Aber auch hier hätte ich mir einfach mehr Action gewünscht, vor allem vom Protagonist. Den Großteil der Handlung kriegt man nämlich leider nicht mit, dass er anders wäre als „normale Menschen“.

Ich finde die Story hat durchaus Potential und mit ein wenig mehr Ausarbeitung von Emotionen und vielleicht ein paar mehr alterstypischen Momenten der Charaktere, wäre das eine super Geschichte geworden, aber so muss ich leider gestehen, dass ich mich eher mehr zum Ende des Buches durcharbeiten musste, anstatt es zu genießen. Leider konnte es mich nicht überzeugen.

Das Cover hat mich sofort magisch angezogen und ich fand es wunderschön. Das kräftige rot und auch der Titel sind ein toller Augenschmauß.

Vielen Dank an Forever für das Rezensionsexemplar.

Ich gebe knappe 3 von 5 Sternen.

🌟🌟🌟

 

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Mariella HeydMariella Heyd, geboren 1989, studiert und lebt ganz in der Nähe von Frankreich. Ihre Freizeit widmet sie ihren drei Katzen und der Belletristik. Seit ihrer Kindheit ziehen sie Romane aller Art in ihren Bann. Besonders R. L. Stines „Fear Street“- Reihe hat in ihr schon früh das Interesse am Sonder- und Wunderbaren geweckt. Bereits im Alter von zwölf Jahren schrieb Mariella Heyd Kurzgeschichten und verwirklichte sich 2016 mit ihrem Debütroman „Elfenfehde“ den Traum vom eigenen Buch. Ihre Arbeit als Gesundheits- und Krankenpflegerin half ihr stets dabei, über den Tellerrand der Realität hinaus zu blicken und neue Welten zu erschaffen. 2017 wurde sie mit dem Indie Autor Preis ausgezeichnet.

(Quelle:  Mariella Heyd)

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