(Rezension) Feuer und Feder

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  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg; Auflage: Deutsche Erstausgabe (1. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3407747969
  • ISBN-13: 978-3407747969
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
  • Originaltitel: Sword and Verse

Als die Sklavin Raisa zur Tutorin ausgebildet werden soll, kann sie es kaum fassen, denn Lesen und Schreiben ist im Königreich Qilara nur der Oberschicht vorbehalten. Gemeinsam mit Kronprinz Mati lernt sie nun die schwierigen Zeichen der Hohen Schrift, mit der man in Kontakt zu den Göttern treten kann. Die beiden kommen sich dabei näher als erlaubt und verlieben sich ineinander. Aber dann fordern Rebellen Raisas Unterstützung. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Treue zu Mati und dem Wunsch, ihrem unterdrückten Volk zu helfen. Schon der kleinste Fehltritt könnte ihren Tod bedeuten.

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Wenn Tinte und Papier deinen Tod bedeuten können, überlegst du dann zweimal ob du es benutzen möchtest?

Raisa ist eine Arnath, eine Sklavin der Quilaren. Dem 14-jährigen Mädchen, dass lange zur Putzkolonne des Palastes gehört hat, steht aber eine größere Aufgabe bevor und sie wird zur Jungtutorin ausgebildet. Sie erlernt die Schrift der niederen und höheren Zeichen und begegnet dem zukünftigen König Mati. Als Rebellen das Volk in Aufruhr versetzen und auch Raisa um Hilfe bitten, muss sie sich entscheiden, wem ihre Loyalität gilt. Ihrem Volk – den Arnath – oder ihrem König?

Raisa altert im ersten Teil des Buches relativ zügig zu einer jungen Erwachsenen. Ihre Ausbildung steht im Vordergrund, doch auch die kleine Liebesgeschichte und die Probleme der Völker weben sich flüssig in die Geschichte ein. Die Tutorin entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer starken Persönlichkeit und ich habe sie oft für ihr Verhalten bewundert, auch wenn es Momente gab in denen ich den Kopf über ihre Naivität geschüttelt habe.

Mati mochte ich total. In ihm steckt ein Rebell, auch wenn man ihm das nicht unbedingt sofort ansieht. Er ist sympathisch und klug, wenn auch zeitweise etwas gutgläubig. Als zukünftiger König lastet ihm unter seinem Vater eine enorme Verantwortung auf den Schultern und trotzdem ist er lebensfroh.

Die Schreibweise der Autorin ist leicht und flüssig. Anfangs gibt es so viel neues zu entdecken und auch die Götter der Qilaren werden erklärt, dass ich erstmal nur stockend in den Lesefluss kam. Es ist etwas verwirrend aber wenn man sich rein gefuchst hat, fliegt man über die Seiten. Die Welt, die Kathy MacMillan erschaffen hat, ist bildreich und wortgewandt beschrieben. Die Spannung wird im Laufe der Handlung stetig leicht gesteigert und manchmal wurden auch kleine Spitzen eingebaut, um dann doch das Adrenalin kurz aufwallen zu lassen. Die Probleme spitzen sich immer weiter zu, um so weiter man voran kommt, und es ist sehr faszinierend mit zu erleben, wie alles ausgeht. „Feuer und Feder“ könnte mich nicht restlos überzeugen, da es mir persönlich ansatzweise zu trocken war und die Emotionen nur teilweise spürbar. Spannend war „Feuer und Feder“ auf jeden Fall und so konnte ich es zügig durchlesen. Es ist eine tolle Geschichte und für Fantasybegeisterte auf jeden Fall empfehlenswert.

Das Cover hatte mich als erstes in den Bann gezogen und durch die wunderschöne Gestaltung bin ich erst drauf aufmerksam geworden.

Ich gebe 4 von 5 Sternen.

🌟🌟🌟🌟

 

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Kathy MacMillan

Kathy MacMillan ist Schriftstellerin, Bibliothekarin, Dolmetscherin für amerikanische Gebärdensprache und Geschichtenerzählerin für Taubstumme. „Feuer und Feder“ ist ihr erster Jugendroman und wurde durch ihre Faszination an der Macht der Sprache inspiriert. MacMillan lebt mit ihrem Mann, ihrem Sohn und einer Katze namens Pancake in Owings Mills, USA.

 

 

 

 

 

 

 

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