Interview mit Anne Heerlein

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Hallo Anne,

vielen Dank, dass du Zeit für ein Interview hast. Ich habe „Echo“ ja vorher lesen dürfen und dachte mir nun es wäre schön, dich und deine Geschichte ein bisschen vor zu stellen.

1. Als erstes bin ich natürlich neugierig, wer du eigentlich bist. Magst du uns kurz erzählen wo du her kommst, wie alt du bist und wie du momentan lebst?

>>Danke dir erstmal für’s Vorablesen und die Möglichkeit mich vorzustellen. 🙂 Also, ich bin die Anne. (Wirklich nur Anne – ich habe es irgendwie mein Leben lang geschafft, Spitznamen auszuweichen.) Ich bin 29 Jahre alt – geboren und aufgewachsen im schönen Görlitz. Nach dem Abitur ging es nach Berlin zu meiner Hotelfachausbildung und mit einer kurzen Unterbrechung in Dresden hat es mich auch hier gehalten. Mittlerweile arbeite ich im Gesundheitswesen und lebe wunderbar klischeebehaftet mit 4 Katzen zusammen. Ja, vier …. 😀 Das ist wohl noch so eine Sache, die mich neben dem Lesen und Schreiben von klein auf nicht mehr loslassen wollte. 😀 <<

2. Hast du denn Hobbys oder besondere Beschäftigungen?

>> Die Haustiere habe ich ja schon bereitwillig gestanden. 😉 Ansonsten zähle ich auch das Schreiben (und Lesen) nach wie vor eher zu meinen Hobbys als in die berufliche Sparte. Dafür steckt das Ganze einfach noch zu sehr in den Kinderschuhen.

Davon abgesehen, sieht meine Freizeit eigentlich  empörend  normal aus. Ich treffe mich gerne mit Freunden – ob nun zu Kino, Konzerten oder gar kleinen Reisen oder einfach nur bei einem Cocktail oder Kaffee oder um auf einem Sofa bei einer DVD zusammenzusitzen. Was meine Ich-Zeit angeht, die nicht zum Schreiben genutzt wird, muss ich mich an dieser Stelle wohl als Serienjunky outen. 😀  Hin und wieder erfasst mich aber auch der Rappel und ich greife zu meiner Kamera und spaziere durch die Natur, um ein paar schöne Schnappschüsse zu machen.<<

3. „Echo“ ist dein erstes Buch oder? Erzähl doch bitte mal, woher die Idee kam und ob es auf realen Personen beruht? Es ist ja nun nicht unbedingt eine typische Liebesgeschichte…

>> „Echo“ ist nicht die erste oder letzte Geschichte, die ich geschrieben habe, aber ja, sie ist die erste, die dann mal in die Welt hinausgeschubst wurde, um zu schauen, wie sie sich da schlägt. Typisch ist sie wirklich nicht. Um ehrlich zu sein, versuche ich „typisch“ bei meinen Geschichten immer zu umgehen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Wer mich beziehungsweise mein Schreiben schon eine Weile kennt (ein paar Projekte rotieren im Freundes- und Bekanntenkreis), würde einer ganz leichten, gemütlichen Liebesgeschichte aus meiner Feder vermutlich nicht über den Weg trauen.

Die auslösende Idee zu „Echo“ war gar nicht meine, muss ich gestehen, sondern die einer Freundin, mit der ich schließlich auch ein recht großes Projekt gemeinsam bestritten habe. Sie hatte die Idee zu einer Geschichte, in der ein Erlebnis wie das von Elizabeth im Fokus liegen sollte. Ich habe diesen Grundgedanken adaptiert, weil ich Lust hatte, ein kürzeres Projekt anzugehen, aber keine Plot-Idee, die nicht ausgeufert wäre 😀  Nun – schlussendlich hat sich „Echo“ aber sehr verselbstständigt und ist zu einer ganz anderen  – meiner – Geschichte geworden. Nathan ist in den Vordergrund gerückt und überhaupt hat sich alles dann wohl ganz anders entwickelt, als meine Freundin sich das vorgestellt hatte. An dieser Stelle: Becka! Ich hoffe, du kannst damit leben 😉 <<

4. Wie lange hast du daran geschrieben?

>> Ich bin nicht mehr ganz sicher, wie viel Zeit ich dafür gebraucht habe. Nicht so viel, was vermutlich der Länge zuzuschreiben ist. Zwei Monate etwa oder drei. <<

5. Was wahr dein Hintergedanke bei der Story?

>> Einen richtigen Hintergedanken hatte ich eigentlich nicht. „Echo“ ist nicht an (mir bekannte) reelle Personen angelehnt. Lediglich der Vorfall in Chicago hat wirklich stattgefunden, hätte aber ebenso gut fiktiv sein können. Ich habe ihn lediglich herangezogen, weil ich mit Daten und Orten gearbeitet habe und dem Ganzen etwas Hand und Fuß geben wollte.

Ich beschäftige mich sowohl beim Lesen, Filme schauen oder eben auch Schreiben gern mit größeren und kleineren Schicksalen. Ich finde es interessant, was sie mit Menschen und ihrem Umfeld zu machen im Stande sind. Das treibt natürlich immer wieder meine Empathie an ihre Grenzen, schließlich möchte ich mir nicht anmaßen zu behaupten, ich könnte diverse Erlebnisse nachempfinden, ohne selbst je in einer solchen Situation gewesen zu sein.

Was ich mir allerdings immer vornehme: Ich möchte das Thema, das ich mir aussuche, nicht bagatellisieren. Weder, indem ich es künstlich aufbausche, noch herunterspiele. Ich kann nur hoffen, dass mir das gelingt. <<

6. Und hast du noch weitere Teile geplant oder was schwebt dir so in Zukunft vor?

>> „Echo“ ist für mich soweit abgeschlossen. Vielleicht räume ich Elizabeth und Nathan ja irgendwann einen kleinen Cameo in einer anderen Geschichte ein, mal sehen. 🙂 Ich bin ja selbst neugierig, wie es ihnen weiterhin ergangen ist, nachdem ich sie nach diesem Trip wieder in ihren Alltag entlassen habe. Eine Fortsetzung ist aber erstmal nicht geplant. Allerdings bin ich auch die Letzte, die irgendetwas kategorisch ausschließt.

Momentan arbeite ich an einem anderen Drama. Ein wesentlich größeres und umfangreicheres Projekt und meine persönliche Herzgeschichte. Die Idee ist schon an die 10 Jahre alt und es ist jetzt das dritte (und hoffentlich letzte) Mal, dass ich daran arbeite. Irgendwann soll sie ja auch mal flügge werden. 😉 <<

7. Wer sind deine Vorbilder, was das schreiben betrifft? 

>> Okay, Achtung, bei den Vorbildern greife ich jetzt zu einem Klischee, Lachen ist erlaubt:

Stephen King.

Er ist ganz klar nicht der Einzige, den ich für seine Schreibe bewundere, aber er ist immer der Erste, den ich nenne und der mir in den Sinn kommt. Ansonsten vergöttere ich den Stil von Markus Zusak und bin in den letzten 1-2 Jahren auch zu einem kleinen Kai-Meyer-Fan mutiert. <<

8. Was liest du denn gerne privat?

>> Was ich bevorzugt lese … Puh. Da darf es gern Thriller geben oder Horror. Ich liebe Dystopien und auch gern einen Hauch von Fantasy und Magie – am Liebsten, wenn es unsere reale Welt tangiert. Großes Beispiel wäre da die „Harry Potter“-Reihe oder (um bei schon erwähnten Autoren zu bleiben) die „Seiten der Welt“ von Meyer. Was ich witziger Weise fast ausnahmslos umgehe, sind Liebesgeschichten und Dramen. Ist so eine Macke von mir 😉 <<
9. Stell dir vor du könntest eine Zeitreise machen, wo würdest du gerne mal hinreisen und warum?

>> Wenn ich jetzt ehrlich antworte und sage „In das Jahr 2119, um einen gewissen Hausmeister persönlich kennen zulernen“, dann versteht das  nur eine Handvoll Leute, fürchte ich. 😉 Es ist nur leider der erste Zeitreisetrip, der mir in den Sinn kommt.

Unabhängig davon wäre ich ja für eine Zeitreisekreuzfahrt. Das klingt nach Rheumadeckentour für Rentner, aber mal ehrlich – in jedes Zeitalter mal kurz hineinschnuppern? Das wär doch was. Nur die Blütezeit der Inquisition würde ich dann mal auslassen. Angesichts meiner Haarfarbe, meiner Lache und der Affinität für Katzen übersteigt ein Besuch dort meine Risikobereitschaft.<<

10. Mit welchem Buch Charakter würdest du gerne mal einen Tag verbringen und warum? Natürlich in seinem Buch! 
>> Nur einer? Und vermutlich auch kein eigener, hm? 😉 Ich glaube, wenn ich darüber noch lange nachdenke und an mein Bücherregal herantrete, um alte Bekanntschaften kurz in Erinnerung zu rufen, dann wird diese Liste endlos. Also nehme ich den ersten, der mir in den Sinn kommt: Douglas Cavell aus Stephen Kings „Duddits“. Schlicht, weil ich ihn ab dem ersten Satz lieb gewonnen hatte und er mir noch lange über das Ende des Buches hinaus in Erinnerung geblieben ist.

„Scooby! Scooby-Doo! Wir haben jetzt was zu tun!“ Gänsehaut. Nach wie vor.<<

Wow,  was für ein Interview. Ich hoffe es hat euch genauso viel Spaß gemacht, es zu lesen, wir mir es zu schreiben! Danke Anne für deine Zeit! Ich hoffe ihr lauft nun alle los und schnappt euch „Echo“.

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